Wie schmeckt Kleingärtnerglück?

Eier und Schmalz, Butter und Salz, Milch und Mehl, Safran macht den Kuchen gehl!
Der Zwerg und ich singen aus vollem Hals, während wir den Teig für den Apfelkuchen vorbereiten.
Die Äpfel, die ich in der Abstellkammer eingelagert habe, sind ziemlich verarbeitungswürdig. Ich schneide die braunen Stellen heraus und produziere schmale Apfelschnitze, die ich in engem Abstand auf dem mit Teig ausgestrichenen Blech auslege. Am Ende sehen sie aus wie eine Armee von Halbmonden.

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Dann singen wir: Schieb, schieb in‘ Ofen ’nein.

Während der Backofen seine Arbeit macht, mache ich aus dem Rest der Äpfel Apfelkompott. Ich komme mir unglaublich hausmütterlich vor, wie ich die Apfelstücke in einen Sud von Apfelsaft und Zimtstangen gebe und den Deckel auf den Topf setze. Bald ist die ganze Wohnung erfüllt von einem herrlichen Duft. Und kurze Zeit später kann ich die zerfallenen Äpfel pürieren und zuckern.
Der Mann hat mittlerweile die Einmachgläser, die er vor Urzeiten mit in den Haushalt gebracht hat, ausgespült und abgetrocknet. Da sieht man mal wieder, dass es für alles eine Verwendung gibt – man muss bloß lange genug warten und dann einem Kleingartenverein beitreten.

Es reicht für zwei Gläser. Immerhin.
Feierlich drehe ich die Deckel darauf und stelle die heißen Gläser auf ein Handtuch.

ApfelkompottJetzt ist auch der Kuchen fertig. Ein Gedicht. Wenn ich nicht vergessen hätte, das Blech einzufetten. Ich schneide den Kuchen in Stücke und schabe ihn in mühevoller Kleinarbeit herunter. Glück gehabt, es ist nichts angebrannt.

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Wir schlagen Sahne und genießen den noch warmen Apfelkuchen. So schmeckt Kleingärtnerglück.

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2 Kommentare zu “Wie schmeckt Kleingärtnerglück?

  1. Gerne 🙂
    Allerdings gibt es in der Laube momentan keinen Sitzplatz. Sie steht voll mit Gartenmöbeln und dem Inhalt des Schuppens, den wir ja demnächst abreißen müssen. Wirklich gemütlich ist es da momentan leider nicht. Aber ich setze große Hoffnungen in den nächsten Sommer, wenn (hoffentlich) alles schick ist. Dann ist unsere Parzelle wieder besuchertauglich. Wer jetzt vorbeikommt, muss helfen Steine zu klopfen. 😉

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