Ein harmloses Schild und zwei popelige Schlüssel

„Die Schlüssel haben wir nicht da, können wir aber bestellen. Dauert eine Woche.“
Der Mister M. hinter der Theke rückt seine Brille zurecht und dreht das Gartenschild in den Händen. „Metallschilder in der Größe führen wir leider nicht. Nur aus Kunststoff. Aber auch nicht in der Größe. Muss ich bestellen. Dauert mindestens eine Woche.“
Das kann doch nicht wahr sein! Ich will doch nur ein harmloses Schild und zwei popelige Schlüssel nachmachen lassen.
„Na gut, dann versuche ich es erst mal anderswo.“

Ich überlege, wo ich jetzt noch hingehen kann. O.b.i fällt mir ein. Ich radle hin und lege mal wieder meine Schlüssel auf den Tresen. (Schilder gravieren sie übrigens nicht, sagt die zuständige Fachkraft.)
Nach endlosem Gesuche und Gefummel gibt mir die Frau das mögliche Gegenstück für die Toilettentür.
„Versuchen Sie es mal. Der Bart ist zwar kürzer, aber es könnte passen. Wenn nicht, bringen Sie ihn einfach wieder zurück.“
Das Gegenstück für den Schuppen habe sie nicht da, könne sie aber bestellen. Es dauere – na, wie lange wohl? Genau: eine Woche.

Ich empfehle mich und beschließe, auf den Schuppenschlüssel zu verzichten (das Ding wird bald sowieso abgerissen) und es mit dem Schild online zu probieren. Langsam muss da was passieren, sonst macht uns noch jemand vom Vorstand darauf aufmerksam, dass unsere Parzelle nicht zuordenbar ist. Und das wäre eine echte Kleingartenkatastrophe. :-/

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